Dienstag, 15.07.2008
Bericht über künstliche Befruchtung auf bundestag.de
Martin Spiewak, der Autor des Buches "Wie weit gehen wir für ein Kind" hat einen Artikel zu künstlichen Befruchtung auf bundestag.de veröffentlicht. Ganz interessant, da der Bundesrat vor kurzem noch beschlossen hat, die Kostenübernahme-Regelung seit 2004 wieder rückgängig zu machen und der Bundestag diesbezüglich nun am Zug ist.
Montag, 29.10.2007
Bei Kinderwunsch regelmäßig zum Zahnarzt!
Frauen mit Kinderwunsch sollten schon vor der Schwangerschaft besonders auf ihre Zahn- und Mundgesundheit achten. Zu Beginn der Schwangerschaft klagen werdende Mütter häufig über empfindliches, leicht blutendes Zahnfleisch trotz gleich bleibender Zahnputzgewohnheiten.
Verantwortlich dafür ist eine Entzündung des Zahnfleischs, die in erster Linie durch bakterielle Zahnbeläge verursacht wird. Begünstigt wird die Infektion durch die starke Hormonzunahme vor allem in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft. Infolge des erhöhten Östrogenspiegels kommt es zu einer stärkeren Durchblutung der Mundschleimhaut. Gleichzeitig lockert sich das Gewebe im Zahnfleisch und im Zahnbett auf. Dies kann das Eindringen von Bakterien und damit die Entstehung einer Zahnfleisch- oder Zahnbett-Entzündung (Parodontitis) begünstigen. Bestehen diese Erkrankungen bereits, können sie noch verstärkt werden und den weiteren Verlauf der Schwangerschaft beeinflussen.
Parodontitis am besten vor Schwangerschaft behandeln
Wissenschaftliche Erkenntnisse belegen, dass eine Parodontitis Auswirkungen auf Allgemeinerkrankungen wie Herz-Kreislauf-, chronische Atemwegserkrankungen oder Diabetes haben kann. In diesem Zusammenhang wird auch diskutiert, ob Zahnbettentzündungen Einfluss auf Frühgeburten oder ein geringes Geburtsgewicht haben. "Bei schweren Formen der Parodontitis besteht ein erhöhtes Risiko, dass Komplikationen in der Schwangerschaft auftreten können", sagt Professor Peter Eickholz, Direktor der Poliklinik für Parodontologie der Universität Frankfurt am Main. Denn Bakterien und Entzündungsbotenstoffe, die eine Parodontitis auslösen, können über die Blutbahn vom Mundraum in den ganzen Körper gelangen, und damit auch in die Gebärmutter. In einem solchen Fall ist die medizinische Betreuung der Schwangeren wichtig, um eine mögliche Frühgeburt zu verhindern.
Besteht eine Parodontitis in der Schwangerschaft, sollte sie auf jeden Fall behandelt werden, auch wenn dies das Risiko für mögliche Komplikationen nicht mehr wesentlich verringert, wie eine aktuelle Studie zeigt. "Es wäre daher wünschenswert, dass eine Parodontitis behandelt wird, bevor eine Schwangerschaft eintritt. Noch besser ist es natürlich, wenn eine solche Entzündung des Zahnbetts gar nicht erst entsteht", erklärt Eickholz.
Sorgfältige Zahn- und Mundhygiene wichtig
Voraussetzung dafür sind die Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt, die in der Regel zweimal jährlich erfolgen sollten. Gleichermaßen ist eine sorgfältige Zahn- und Mundpflege zu Hause entscheidend, um Entzündungen und Zahnerkrankungen vorzubeugen.
Wichtig ist die Reinigung der Zahnzwischenräume mindestens einmal täglich mit Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürstchen. Auch am Zahnfleischsaum müssen bakterielle Zahnbeläge gründlich entfernt werden. Ergänzend können medizinische Mundspüllösungen sinnvoll sein. Eine ausführliche Einweisung in die Mundhygiene zu Hause sowie Tipps zur Handhabung von Hilfsmitteln geben der Zahnarzt und sein Prophylaxeteam. Treten Anzeichen für eine Entzündung auf wie Zahnfleischbluten oder Schmerzen beim Zähneputzen sollte insbesondere in der Schwangerschaft umgehend der Zahnarzt informiert werden.
Auf ausgewogene Ernährung achten
Ein erhöhtes Kariesrisiko besteht in der Schwangerschaft generell nicht. Allerdings können veränderte Essgewohnheiten wie häufige und zuckerreiche Mahlzeiten zu unüblichen Zeiten die Entstehung von Karies begünstigen. Werdende Mütter sollten auf eine ausgewogene Ernährung achten, um die benötigten Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe zu erhalten.
Tritt vor allem in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten häufiger Erbrechen auf, sollte nachfolgend der Mund mit Wasser oder einer fluoridhaltigen Mundspüllösung ausgespült werden. Fluoridhaltige Mundspüllösungen fördern die Remineralisation - den Reparaturprozess - des säuregeschädigten Zahnschmelzes. Für die Zahngesundheit des ungeborenen Kindes ist eine vermehrte Fluoridaufnahme jedoch nicht von Bedeutung.
Dienstag, 04.09.2007
Becks will ein Mädchen: Junge oder Mädchen, wie geht´s?
Er stellt die Ernährung um? Und das hilft ihm bei der Zeugung einer Tochter? Wie muss man sich das vorstellen: Isst er eingelegte Gurken und verzichtet auf rohes Fleisch? David, da liegt eine Verwechslung vor! Victoria ist mit dieser Massnahme nicht geholfen. Dasselbe gilt für die extra engen Unterhosen. Die Idee dahinter soll wohl sein, dass der eingegrenzte Spielraum ein Dribbling männlicher Spermien in den weiblichen Strafraum verhindert.
Um im Bild zu bleiben: Diese Denke ist nicht nur ein Penalty-
Der kleine Becks wird auf jeden Fall noch eine ganze Weile an die enge Leine genommen, denn wenn es beim nächsten Mal wieder nicht mit einem Mädchen klappt, wird weiter gestürmt, droht Becks. Der Kicker setzt halt auf seine Kinder: «Ein Glück wollten wir beide gleich viele – wir wollen beide vier oder fünf.
Wer wirklich wissen möchte, welche Methoden etwas taugen, kann das hier nachlesen und wird enttäuscht sein: Junge oder Mädchen. Ihr Weg zum Wunschkind
Samstag, 11.08.2007
Erstes IVF-Kind in Österreich wird 25
Österreichs erstes Retortenbaby ist 25 Jahre alt. Louise Brown, der Welt allererstes IVF-Baby, war knapp vier Jahre alt, als Zlatan Jovanovic in Wien zur Welt kam. Nach England, Australien und den USA war Österreich 1982 weltweit das sechste Land, in dem ein IVF-Baby geboren wurde, noch nach Deutschland und Frankreich.
Bei Jovanka Jovanovic wurden die Eizellen für die künstliche Befruchtung noch laparoskopisch durch die Bauchdecke entnommen. Drei Eizellen wurden gefunden und befruchtet. Aus einer entstand Zlatan, zu Deutsch "der Goldige".
"Paaren zu Kindern verhelfen"
Im Rahmen des IVF-Fonds wurden in Österreich allein zwischen 2001 und 2006 fast 18.000 Paare behandelt. Die Vision der Experten bleibt es, "letztlich allen Paaren mit Kinderwunsch zu ihrem eigenen Baby zu verhelfen": Zwar können immer mehr Störungen der Fortpflanzung behandelt werden, trotz aller Weiterentwicklung bleiben aber immer noch rund 40 Prozent der Paare, die sich zu einer IVF entschließen, kinderlos, berichtete das Wiener Wunschbaby-Zentrum.
Und das gibt es dann halt auch immer wieder
Nach einiger Zeit gab es übrigens noch einmal Nachwuchs im Hause Jovanovic: Dragan, ein Maurer, und Jovanka, "Stubenfrau" im Hotel Bristol, freuten sich über Jasmina, die ganz ohne fremdes Zutun entstanden war.
Sonntag, 15.04.2007
Embryograding
Samstag, 17.03.2007
Ablauf der in Vitro fertilisation
1. Ovarielle Stimulation: Durch Hormonbehandlung werden mehrere Eizellen zur Reifung gebracht.
2. Überprüfung der Spermien: Spermien werden, auf Anzahl, Form, Beweglichkeit und Infektionen überprüft.
3. Überwachung des Follikelwachstums: Ab dem circa 3. Zyklustag werden die Follikel mittels Ultraschall überwacht.
4. Auslösung des Eisprungs: Die Ovulation wird durch Hormone (HCG) ausgelöst.
5. Eizellenpunktion: Die Follikelflüssigkeit (mit vorzugsweise insgesamt 5-12 reifen Eizellen) wird transvaginal, ultraschallgesteuert mit einem stabförmigen Schallkopf, der mit einer Punktionsnadel versehen ist, aus den einzelnen Follikeln abpunktiert.
6. Spermiengewinnung: Spermien zur Befruchtung der Eizelle werden zumeist parallel zur Eizellenpunktion durch Masturbation oder einen mikrochirurgischen Eingriff gewonnen.
7. Befruchtung: Die gewonnenen Eizellen werden befruchtet. Dies gelingt mit einer Erfolgsrate von 70 %. Dazu gibt es 2 Methoden:
klassische In-vitro Fertilisation: Die Eizellen werden mit dem aufbereiteten Sperma (natürliche Selektion der mobilen und schnellen Spermien) in einem Reagenzglas zusammengebracht. Hierbei handelt es sich nicht um eine "künstliche Befruchtung", da die Spermien und die Eizelle normal miteinander in Kontakt treten und auch die Befruchtung normal abläuft. Im Gegensatz zur :
ICSI (= Intracytoplasmatische Spermieninjektion): Ein einzelnes Spermium wird mittels Mikromanipulator in die Eizelle injiziert.
8. Kultur der Embryonen: Zygoten werden im Brutschrank kultiviert und einer Qualitätskontrolle unterzogen.
9. Embyronentransfer: Optimalerweise werden 2 Embryonen in den Uterus transferiert. Dies geschieht entweder am 2. Tag nach Befruchtung (4-Zell-Stadium) oder am 5. Tag nach Befruchtung (Blastozysten-Stadium). Überzählige Eizellen im Vorkernstadium oder Embryonen (in Deutschland nicht erlaubt) können in flüssigem Stickstoff tiefgefroren (Kryokonservierung) werden. Es sollten nicht mehr als 2 Embryonen transferiert werden, da sonst das Risiko von Mehrlingen und einer damit verbundenen Risikoschwangerschaft hoch ist.
10. Zeit des Abwartens: 14 Tage nach der Follikelpunktion kann ein Schwangerschaftstest mit sicherer Aussage (Blutentnahme, HCG-Bestimmung) gemacht werden.
11.Die Erfolgsrate, ein Kind auszutragen, liegt je nach Berechnung des statistischen Materials nur bei 1:7 bis 1:5.
Sonntag, 08.05.2005
Taschenbuchausgabe: Wie weit gehen wir für ein Kind?
Unbedingt lesenswert für alle, die sich mit Kinderwunschbehandlungen ebenfalls etwas kritischer auseinandersetzen
Verbesserung der Ergebnisse bei IVF und ICSI
[via: Kinderwunsch-News » Druck auf den Gebärmutterhals verbessert die Schwangerschaftsrate und IVF-ICSI-Blog]
Samstag, 07.05.2005
Deutschland möchte keine Kinder mehr
Während 15% aller Paare im Alter zwischen 20 und 40 Jahren einen unerfüllten Kinderwunsch haben, geht die gesellschaftliche Bewegung in die andere Richtung, wie das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung in Wiesbaden mitteilte. In einer früheren Untersuchung im Jahre 1992 wünschten sich nur 9,9% der Frauen und 11,8% der Männer keine Kinder, in der aktuellen Studie sind es 14,6% bzw. 26,3%.
[via: Kinderwunsch-News » Immer mehr Paare ohne Kinderwunsch